Schon um 08.30 Uhr stellten sich die Floriansjünger der Oberauer Feuerwehr zum Kirchenzug auf. Traditionell geht es vor ihrer jährlichen Jahreshauptversammlung zum Gottesdienst in die Kirche. Nach dem geistlichen Segen marschierten sie mit der Blasmusik und den Trommlern zum Pavillon im Kurpark.
 
Aufgrund der Corona-Maßnahmen war bis zuletzt nicht klar, ob die Versammlung samt Wahlen in geschlossenen Räumlichkeiten kann oder im Freien stattfinden muss. Um eine Planungssicherheit zu haben, entschloss sich die Führung, dass man die Versammlung im Pavillon des Kurparkes abhalten wird. Es herrschten eisige Temperaturen, gerade noch im einstelligen Plusbereich.
 
Nach der Begrüßung durch den 1.Vorsitzenden Franz Hofmann wurde der Bericht durch den Schriftführer Bernhard Hofmann verlesen. Durch die Pandemie mussten gleich zwei Vereinsjahre abgehandelt werden. Zurückblickend stellte man fest, dass die Einsatzzahlen zurück gegangen sind. Veranstaltungen der Feuerwehr mussten abgesagt werden, Einsatz-Übungen fielen aus, der Betrieb war auf ein Minimum heruntergefahren worden, dies alles Aufgrund der Pandemie. Dennoch mussten die Ehrenamtlichen im Vereinsjahr 2019/2020 zu 56 Einsätzen und 2020/2021 zu 26 Einsätzen ausrücken. Hier galt es neben diverser Unwettereinsätze auch zu Bränden, Unfällen, ausgelösten Brandmeldeanalgen, Vermisstensuchen sowie zu Ölspuren und zu einem Gasaustritt auszurücken. So kamen rund 1350 ehrenamtliche Einsatzstunden zusammen.
 
Wie Bernhard Hofmann in seinem Bericht erwähnt, besteht der Verein der Feuerwehr Oberau derzeit aus 152 Mitgliedern, davon sind 66 Mitglieder im aktiven Feuerwehrdienst. Zum Stichtag zählen 20 Schützlinge zur Kinder- und Jugendfeuerwehr.
 
„Aufgrund von Corona ist es recht ruhig geworden in der Feuerwehr, auch in der Ausbildung blieb vieles auf der Strecke. Mit einer Ausbildungsoffensive wollen wir das verloren gegangene Wissen wieder aufholen“, so der 1. Kommandant Florian Schindlbeck in seiner Ansprache. In Kürze kommt Bayerns längster Tunnel zum Aufgabengebiet der Oberauer Floriansjünger hinzu – ein weiteres Einsatzfeld, das zu bewältigen gilt. Hierfür muss speziell geschult werden. Schindlbeck wünscht sich mehr Mitglieder für den Feuerwehrdienst, „der dringend benötigte Nachwuchs fehlt.“ Er hoffe auf die Gemeinde, dass sie hier in Zukunft mehr in Sachen Mitgliedergewinnung und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.
 
Schindlbeck, der schon seit 12 Jahren Kommandant der Oberauer Feuerwehr ist, dankte seinem Stellvertreter Josef Neuner und der Mannschaft für die kameradschaftliche Zusammenarbeit in den letzten Jahren.
 
Nach den Ansprachen trat Kreisbrandinspektor Herbert Maurus an das Mikrofon, er hatte Ehrungen für verdiente Mitglieder dabei. So konnte er den 1. Kommandant Florian Schindlbeck und Michael Erhardt zu 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst auszeichnen. Hierfür wurde eine Urkunde des Innenministers Joachim Herrmann überreicht und ein Orden verliehen. Josef Neuner, 2. Kommandant beförderte Schindlbeck im gleichen Zug, aufgrund seiner geleisteten Ausbildungen zum Oberbrandmeister.
 
Im Verein wurden geehrt: Franz Hofmann (1. Vorstand); Florian Schindlbeck (1. Kommandant und 2. Vorstand / 25 Jahre); Michael Erhardt (25 Jahre); Georg Röckl (60 Jahre); Johann Gaßner (60 Jahre) und Johann Klein (40 Jahre)
 
In der nachfolgenden Kommandantenwahl, welche alle sechs Jahre stattfindet, konnten Florian Schindlbeck und Josef Neuner in ihrem Amt bestätigt werden.
 
Die neue Vorstandschaft setzt sich zusammen aus dem 1. Vorstand Horst Krammer, Schriftführer Korbinian Huber, Kassier Sandro Hellwig, 1. Revisor Matthias Klughammer, 2. Revisor Bernhard Pongratz, Fähnrich Johann Klein, 1. Fahnenbegleiter Josef Guglhör, 2. Fahnenbegleiter Bernhard Hübner.
 

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Text und Bilder: Dominik Bartl – www.newsmediaservice.de